Test: Ecomat 2000 Select

Langsam meldet sich der Herbst zurück, und in den Nächten kann es im Oktober schon empfindlich kalt werden. Wer keine Standheizung an Bord hat, oder – wie ich – ein Vorzelt am Start hat, das leider direkt vor dem Auspuff der Standheizung steht, kann auch auf Heizlüfter zurück greifen.

Das Angebot an Heizlüftern ist recht unübersichtlich. Mittlerweile haben sich aber so genannte Keramikheizlüfter als Standard etabliert. Hier gibt es keine offenen Heizspiralen mehr, die zum Glühen gebracht werden müssen. Allerdings sind diese Geräte auch deutlich teurer.

Keramikheizlüfter gibt es schon ab rund 20 Euro im Baumarkt zu kaufen, und für 50 bis 80 Euro bekommt man etwas höherwertige Geräte bei diversen Online-Händlern. Wenn man ein Vielfaches davon bereit ist zu bezahlen, bekommt man für satte 150 Euro den günstigsten Ecomat 2000 Basic – aber ist der hohe Preis gerechtfertigt?

Aus meiner Sicht spricht ein Argument deutlich für die Anschaffung eines meist teureren Keramikheizlüfter:

Da die Temperatur der ausströmenden Luft unter dem Entzündungspunkt der gängigsten Materialien liegt, und es auch keine glühenden Teile wie bei einem Keramikheizlüfter mehr gibt, kann man auch ruhigen Gewissens den Ecomat über Nacht laufen lassen.

Das hat auch noch zwei nette Nebeneffekte, denn weniger Hitze bedeutet auch weniger Luftzufuhr für die Kühlung der Heizelemente und weniger Lärm.

Ich hatte das Vergnügen, das Highend-Modell, den Ecomat 2000 Select, auszuprobieren.

Was zuerst auffällt? Nix! Kein unangenehmer Plastik- oder Chemiegeruch bei Inbetriebnahme, wie man es von billigen Baumarktheizlüftern kennt. Und kein Rabatz, der Lüfter ist nicht lautlos, aber so dezent, dass man ihn schon bald vergessen haben wird. Laut Hersteller ist der Ecomat mit 43dB das leiseste Gerät auf dem Markt.

Der Ecomat sorgt im Nullkommanix für eine angenehme Wärme, wie man sie vielleicht eher von einem Kaminofen als von einem Heizlüfter erwarten würde. Und das bei einer Kantenlänge von deutlich unter 20 Zentimetern.

Alle Ecomat-Modelle verrichten ihre Arbeit schon ab 450 Watt Leistungsaufnahme und lassen sich somit an einer Absicherung von 2 Ampere auf fast jedem Campingplatz betreiben. Selbst wenn man keine Strompauschale zahlt, wird man keine böse Überraschung erleben.

Fazit

Im Ecomat 2000 stecken fast 20 Jahre Erfahrung, und das merkt man auch, denn es gibt gar nichts zu meckern. Das Einsteigermodell Basic für rund 150 Euro erfüllt sicherlich bereits seinen Zweck.

Für den Frostwächter, einen Thermostat, die schnellere Erreichung der Wunschtemperatur und den Ruhezustand für den Lüfter bei Erreichen derselben, muss man aber mehr investieren. Ob man zum hochseetauglichen Highend-Modell Select für gut 400 Euro greift, ist letztlich eine Frage des Budgets und des Anwendungsfalls. Fakt ist auf jeden Fall, dass ich bisher keinen ähnlich hochwertig verarbeiteten Keramikheizlüfter gesehen habe.

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